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Philippinen

Der Simala Shrine & das Sinulog Festival

Nach einem kurzen Frühstück machten wir uns heute auf den Weg zum Simala Shrine. Dazu erst einmal zu Fuß zum South Bus Terminal – von unserem Hotel knapp 15 Minuten – und dann mit einem landestypischen Bus 60 Kilometer Richtung Südspitze. In Simala angekommen warteten auch schon die Trycyle Fahrer auf Kundschaft für die letzten 2,5 Kilometer. Wir bekamen natürlich wieder den Tourizuschlag und bezahlten für die Kurzstrecke mehr als für die lange Busfahrt, aber was solls….
Das Kloster bzw. der Shrine ist eine ewige Baustelle, immer wenn genug Spenden eingegangen sind wird er erweitert und verschönert. Da wir scheinbar ein irgendeinem religiösen Feiertag dort ankamen, war die Schlange für das innere des Klosters riesig. So beschlossen wir uns nur die imposante Außenanlage zu Gemüte zu führen, was auch schon genug Zeit in Anspruch nahm. Anschließend stärkten wir und in einer der vielen Garküchen, welche rings um das riesige Areal verteilt sind. Danach ging es wieder mit einem Trycyle – diesmal zum regulären Preis, da genügen Philippinos mit einstiegen – zurück zur Bushaltestelle und back to the City zum Sinulog Festival.

Sinulog – eine Stadt im Ausnahmezustand
Hier ging es dann mal wieder zu einem der größten Festivals der Philippinen. Das Sinulog, wie immer unter dem Motto: „One Beat – One Dance  – One Vision.“ Seit ich 1996 zum ersten Mal dieses Festival besucht habe, hat sich an dem Motto und dem Grundsound nichts geändert.
Schon Tage vorher bemerkt man überall die Vorbereitungen, ganze Straßenzüge werden mit Wimpeln geschmückt, überall wachsen Verkaufsstände für Souvenirs, Essen und Trinken wie Pilze aus dem Boden. Das dieses Festival zudem auf religiösen Grundlagen beruht, werden überall Gottesdienste abgehalten. In der ältesten Kirche St.Nino ist die Menschenmasse die daran teilnimmt unbeschreiblich.  Alles trägt irgendwie das Sinulog Logo.
Am Samstag gibt es zudem noch eine Bootsprozession, welche ich dieses Mal allerdings versäumt habe. Lag daran das ich mich Freitag und Samstagnacht ins Partyleben gestürzt habe J.
Am Sonntag war es dann endlich soweit. Die „Grande Parade“ konnte beginnen. Start und Ziel ist der Cebu Sportscomplex. Von hier aus bewegen sich die verschiedenen Gruppen tanzend und singend einmal um den Stadtkern, wobei egal ist, ob es aus Kübeln regnet oder die Sonne den Asphalt zum schmelzen bringt. Die Straßen sind gesäumt von Millionen an Zuschauern – der Rekord liegt meines Wissens bei rund 5 Millionen – welche die einzelnen Gruppen begeistert feiern. Die Absperrmaßnahmen waren zwar wieder etwas  verschärft worden, doch mit ein wenig Schmeicheleien und dem „Touribonus“ konnte ich wieder zwischen den tanzenden Gruppen meine Bilder machen.
Sobald die einzelnen Gruppen wieder beim Sportscomplex ankommen, wird im Stadion noch einmal die komplette Choreographie vor einem ausgewählten – und zahlenden – Publikum vorgeführt und bewertet.
Gegen 21 Uhr wird das eigentliche Festival mit einem riesigen Feuerwerk beendet, was aber nicht heißt, dass dann alles vorbei ist. Überall in den Straßen wird noch getanzt und gefeiert und ich bin froh, dass ich in dem anschließenden Verkehrschaos nur zu Fuß unterwegs war.

 

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